Lasst alle Hoffnung hinter euch, die ihr hier eintretet
An die feministischen Bastarde, die nirgends dazu gehören!
Herzlich willkommen zu meiner Kapitulation vor der patriarchalen Geisteskrankheit für alle, die das Pech haben, Männer zu begehren, genug haben von People-Pleasing, Crap-Fitting, Patriarchatsgefügigkeit, asymmetrischen Geschlechterzuständen, Hausarbeit ohne Bezahlung und der reproduktiven Unterforderung des Mannes!
„Entweder bist du Feminist oder Frauenfeind. Es gibt keine Kategorie namens ‚Sonstiges‘.“
Was ist/wäre Feminismus?
Gesetzt den Fall, es gäbe noch einen Feminismus, wäre er eine politische Bewegung, um die Frau aus ihrer weltweiten Unterdrückung als unbezahlte Hausarbeiterin und Dienerin des Mannes zu befreien, die nicht selbstbestimmt über ihren Körper und ihre Sexualität bestimmen darf und die sich Anfeindungen oder der Stummschaltung aussetzt, wenn sie Geld, Sichtbarkeit und Freizeit verlangt, und der Lächerlichkeit oder ihrer Auslöschung, wenn sie ein eigenes Begehren ausdrückt.
„Männlichkeit wird so nicht in ihrer heutigen Form kritisch erfasst und kollektiv angegriffen, sondern nur individuell feministisch bearbeitet.
(Kim Posster: „Männlichkeit verraten!“, 2023)
Seit den späten Siebziger Jahren gibt es (gefühlt) keinen Feminismus mehr, der über Imagekampagnen, symbolische Gesten oder der medienwirksamen Skandalisierung von Gewalt reicht. Es gibt keine Bewegung, die sich gegen die Hierarchisierung in der geschlechterspezifischen Arbeitsteilung und gegen das krisenhafte Konstrukt Männlichkeit mit seiner Weiblichkeitsabwehr stellt oder die paritätische Beteiligung von Männern in der reproduktiven Arbeit und Männerquoten fordert. Die intersektionale Bewegung des Internationalen Feministischen Kollektivs mit dem revolutionären Ruf nach „Lohn für Hausarbeit“, um allen Frauen auch mit ihren Erstjobs Unabhängigkeit und Wahlfreiheit zu ermöglichen, findet nur noch in Form eines „care income“ auf globalwomenstrike.net seine Erwähnung. Ganz im Gegenteil wird die Forderung nach einer Bezahlung der Hausarbeit als hypothetische „Almosenverteilung“ diffamiert und die paritätische Männerkarenz auf unter einem Prozent gehalten.
„Women are oppressed, as women. But men are not opressed as men.“
Dass Männer nicht aufgrund ihres Geschlechts unterdrückt werden, Frauen aber schon, brachte Marilyn Frye 1983 in ihrer Essaysammlung „The Politics of Reality“ auf den Punkt. Ihnen werden die schlechter bezahlten Jobs und die unbezahlte Sorgearbeit zugewiesen. Sie sind stärker von sexualisierter Gewalt, Körperbeschämung und der reproduktiven Kontrolle betroffen. Wut und Widerstand werden ihnen leichter als Wahnsinn ausgelegt als das bei Männern der Fall ist. Und natürlich gibt die patriarchale Konstruktion von Sex vor, dass Frauen für Männer Sexobjekte und Bedürfnisbefriedigerinnen zu sein haben.
„Entweder, Frau bemüht sich, aus dem Patriarchat auszusteigen, oder sie versucht, in ihm aufzusteigen.“
(Claudia von Werlhof: „Die Verkehrung der Welt“, 2011)
Egoservice und Anerkennung
Während die alten feministischen Schlachtrösser die Beschissenheit der Dinge noch ohne Opferpanik aufzuzeigen vermochten, neigen heutige Feministinnnen und Gender-Frauen zur Männerschonung. Selbst wenn sie Kritik üben, werden sie nicht müde, diese stets mit einem optimistischen Ausblick zu beenden oder in Dankbarkeit für jeden Brotkrumen abzuschwächen. Besonders Frauen lässt ein co-abhängiger Reflex wie selbstverständlich auf die Probleme anderer fokussieren. Die Forderung nach Frauenrechten und das Aufzeigen männlicher Ignoranz stellen für Anerkennungssüchtige, die auf das Begehrtwerden von Männern konditioniert wurden, eine existenzielle Bedrohung dar. Würden Frauen kein Egoservice für Männer betreiben und von ihrer Gefall- und Harmoniesucht genesen, führe das kapitalistische Patriarchat geradewegs zur Hölle.
„Im Rahmen eines intersektionalen politischen Engagements setzt sie sich selbstlos, fürsorglich und unbezahlt für diejenigen ein, die sie für unterdrückter hält als sich selbst. Dieser Rückgriff auf die Tugenden der weiblichen Sozialisation geschieht umso unreflektierter, je weniger der Feminismus die patriarchalen Zurichtungen des Frauseins anprangert, die homo- und bisexuelle Frauen genauso betreffen wie heterosexuelle. (Koschka Linkerhand, in: „Feministisch streiten“, 2018)

SEX MATTERS
Geschlecht ist nicht Gender
Gender, trans, queer: Ausdrücke, die einer einheitlichen Definition entbehren und einstmals kohärente Begriffe ersetzen. Seitdem sich die – mit Verlaub – substanzlose Queer-Theorie über den Feminismus gestülpt hat, verwässert der politische Fokus, herrscht Unklarheit über die Ziele und konkurrieren oft unvereinbare Interessen. Wurde früher „Sex“ als unveränderliches biologisches Geschlecht und „Gender“ als das Rollenklischee oder soziale Geschlecht auseinandergehalten, wird beides heute als gleichermaßen konstruiert verstanden, als gegenseitig austauschbar verwendet und um die Perspektive der Geschlechtsidentität als weitere Bedeutung von Gender verunklärt. Wird das biologische Geschlecht und Gender nicht voneinander entkoppelt, führt das dazu, dass Frauen, die nicht den patriarchalen Weiblichkeitsvorstellungen entsprechen, Misogynie internalisieren, weil sie die ihnen zugemuteten Stereotype (Gender) als ihrem Geschlecht inhärent ansehen. Es ist wünschenswert, dass mit der Entkoppelung der Geschlechtsidentität von körperlichen Merkmalen, es Transmännern und weiblichen nicht-binären Personen leichter gemacht wird, auf chirurgische oder hormonelle geschlechtsangleichende Interventionen verzichten zu können.
„Es sind nicht nur Transgender-Personen, die aufgrund ihrer Geschlechtsidentität diskriminiert werden. Und doch gibt es nur für Transgender-Personen ernsthafte gesellschaftliche Bemühungen, sie vor dieser Art von Diskriminierung zu schützen.“
(Holly Lawford-Smith: „Gender-Critical Feminism“, 2022)
Abschaffung statt Umdeutung des sozialen Geschlechts
Nichtkonformität mit dem sozialen Geschlecht oder Gender ist normal und sollte erwartet werden. Das zeigt uns die steigende Anzahl von Personen, die sich als nicht-binär identifizieren. Darüber hinaus sprengen viele weitere Menschen, zum Beispiel maskulin auftretende Lesben die engen Geschlechtergrenzen, ohne dass ihnen wie im Falle von Transgender-Personen besondere Aufmerksamkeit zukäme. Gäbe es mehr geschlechter-nonkonforme Frauen und Männer, würden sich die extrabinären geschlechtlichen Kategorien allmählich abschaffen. Es ließe sich aber aufgrund der heterosexuellen männlichen Dominanz noch immer ein Gewinn daraus ziehen, sich besonders feminin oder maskulin zu präsentieren. Deswegen liegt die Lösung immer zuerst in der Aufhebung der Misogynie, die es allen ermöglichen würde, die volle Bandbreite ihre Persönlichkeit auszuleben.
„Die Vielfalt wird beeinträchtigt, wenn Frauen sich umschauen und unter dem Begriff „Frauen” nur eine eingeschränkte Version von Weiblichkeit repräsentiert sehen, da nicht-feminine Frauen sich nun als nicht-binär oder Transmänner identifizieren.“
(Holly Lawford-Smith: „Gender-Critical Feminism“, 2022)
Den Geschlechtsausdruck in das Antidiskriminierungsgesetz aufnehmen
Es wäre wünschenswert, dass alle, die einen Kollateralschaden aus der Frauenabwertung gezogen haben, wie Transfrauen oder angeblich effeminierte Männer, für die Frauenbefreiung und die Auflösung der Geschlechternormen kämpfen würden. Weil dies aber nicht der Fall ist und Frauen stets an den letzten Platz der Geschlechterhierarchie rücken, entwickeln Frauen eine spezielle Form der Co-Abhängigkeit, bei der sie sich für andere aufopfern, um nicht als transphob, queerfeindlich, TERFs oder privilegiert abgekanzelt zu werden, keine Aufmerksamkeit auf ihre frauenspezifische Anliegen zu lenken oder Ablehnung zu riskieren.
„Das bedeutet, dass es eine große Gruppe gibt, die etwas gemeinsam hat, nämlich die Nichtkonformität mit den aktuellen Normen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Wir können sie schützen, indem wir den Geschlechtsausdruck (oder die Geschlechtspräsentation) in die Liste der geschützten Merkmale in den Gleichstellungsgesetzen unserer Länder aufnehmen. Das ist viel sinnvoller, als zu sagen, dass jeder, der sich als Frau identifiziert, rechtlich als Frau geschützt werden sollte.“
(Holly Lawford-Smith: „Gender-Critical Feminism“, 2022)
IF NOTHING CHANGES, NOTHING CHANGES
Geschlechterpluralisierung zur Verschleierung der Misogynie
Nicht das binäre Geschlechterbild oder die Heteronormativität ist das Problem fehlender Gleichberechtigung und rigider Geschlechterrollen, sondern die Abwertung von Weiblichkeit und die gesellschaftliche Ausbeutung von Frauen. Hatte der internationale Feminismus der „Lohn für Hausarbeits“-Bewegung alle Frauen, egal ob mit oder ohne Erwerbstätigkeit, inklusive der Sexarbeiterinnen als Zielgruppe, fühlt sich der „Feminismus für alle“ durch Erweiterung seines Zuständigkeitsbereichs nun auch für jene zuständig, die von der Co-Abhängigkeit der Frau und ihrem Fixiertsein auf die Problemen anderer profitieren.
Ein Mädchen ist ein Mensch, der aufgrund äußerer Geschlechtsmerkmale als potentielle Mutter sozialisiert wird, und keine Geschlechtsidentität oder Gender. Eine Frau ist eine Person, die unbezahlte Tätigkeiten zugeteilt bekommt und darauf konditioniert wird, Männern dienlich zu sein und der Gesellschaft als unbezahlte Sorgearbeiterin zur Verfügung zu stehen.
„Dies bedeutet immer noch … die Erziehung zur Mütterlichkeit, verweist die Vulva doch darauf, dass der Mensch mit hoher Wahrscheinlichkeit einmal wird Kinder gebären können. Die damit nicht notwendigerweise, aber dennoch faktisch zusammenhängende Zuweisung von Reproduktionstätigkeiten schließlich bilden einen Schlüssel zum Verständnis dessen, was Frau-Sein in dieser Gesellschaft bedeutet. Es erklärt uns die Verknüpfung von Weiblichkeit mit Emotionalität und Fürsorge sowie die damit einhergehende Hintanstellung eigener Bedürfnissen.“
(Elvira Sanolas, in: „Feministisch Streiten“, 2018)
Die Gegenstrategie zu „Lohn für Hausarbeit“ – die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – wurde nie umgesetzt. Weder erfolgte eine Reduktion der Arbeitszeit noch hat sich an der Unterrepräsentanz von Männern in der Hausarbeit etwas geändert. Hunderte Ausdrücke zur Bezeichnung von Schlampen helfen, dass Frauen sich fügen und keine Ansprüche stellen und den Selbstbeschämungsprozess der internalisierten Misogynie fortführen. Im deutschsprachigen Raum ist die weibliche Bezeichnung nach Einführung des Genderzeichens ausgestorben – die Verdinglichung, Verkleinerung und Abwertung des Weiblichen geblieben. Und obwohl die Überlastung und Armut der Frau sie zum Prototyp der Working Poor qualifiziert, wird das Patriarchat nicht müde, sie in zynischer Weise als multitaskingfähige Powerfrau und Superheldin zu titulieren, um jedes Sorge-Burnout aufzuschieben und sie zur Verächtlichmachung von Rabenmüttern und Nur-Hausfrauen zu instrumentalisieren.
„Somit nimmt die Reproduktionsarbeit heute ein weltweites Ausmaß ohnegleichen an. Frauen am anderen Ende der Erde verlassen ihre eigenen Familien …, um dem Aufruf wohlhabender westlicher Frauen zu folgen, … und zu unschlagbaren Preisen häusliche Arbeit und familiäre Sorgearbeit anzubieten. Es heißt sogar, wir erlebten die Entstehung eines neuen Phänomens in der Geschichte des Kapitalismus: die „Verdoppelung weiblicher Arbeit“, welche jegliche feministische Aufmerksamkeit der Welt verdient hätte.“
(Louise Toupin: „Lohn für Hausarbeit“, 2022)
Väterkarenz statt Gender-Empowerment
Obwohl die paritätische Väterbeteiligung in Österreich unter einem Prozent liegt, war es dem Staat wichtig, den „Mutter-Kind-Pass“ abzuschaffen und durch den „Eltern-Kind-Pass“ zu ersetzen. Die Nichtentlohnung der Frau und die reproduktive Minderleistung des Mannes in der privaten Sphäre bildet die Grundlage für alle weiteren Asymmetrien und den konstanten Bedarf einer geschlechtsneutralisierenden rhetorischen Modernisierung. Auf diese Weise lässt sich der für die greifbare Zukunft prophezeite „ausgewogene Sorgebeitrag“ fern jeder realen Entsprechung indoktrinieren.
SURRENDER TO WIN
Das „Es hat sich schon so viel getan“-Narrativ
Wann immer der Feminismus Lobreden auf seine Errungenschaften hält („Frauen können Richterinnen werden“), versetzt er uns in helle Aufregung angesichts des nahenden Wandels. Diese Verpflichtung zur Beschönigung von Widersprüchen wird auch dann nicht aufgegeben, wenn der eigenen Tochter die ewig gleichen Straßenbelästigungen widerfahren und Mütter im Burnout landen. Natürlich müssen feministische Herangehensweisen von einem gewissen Pragmatismus charakterisiert sein und können nicht auf das Ende aller patriarchalen Institutionen warten. Dies darf aber nicht zu einer Quotierung von Machtpositionen führen, ohne Männer zu einer Verrichtung von Sorgearbeit heranzuziehen. Wo sind nun die Kindergeldbezieher, die Hausmänner, die Rabenväter, die Powermänner, die männlichen Stimuluslieferanten für die Frau, die Freudenjungen zur Behübschung des tristen Alltags, die strammen Boys in engen Höschen und die Abmagerungsdiäten für Männer? Wer sich an der Aufdeckung weiterer Asymmetrien beteiligen möchte, möge sich mit meinem verbindlichen Dank unter den Tomatenwürfen verewigen.
„In Österreich sind mehr Straßen nach Nazis benannt als nach Frauen. “ (Gertraud Klemm: „Abschied vom Phallozän, 2025)
Warum es keine umgekehrte Diskriminierung gibt
Im Unterschied zu Männern werden Frauen systematisch und nicht nur individuell unterdrückt. Die Kirche, die Ehe, das medizinische System, die Wissenschaften, das Parteiensystem: all das ist von autoritär-patriarchaler Herrschaft, weiblicher Unterordnung, Schlechterstellung, Unterbezahlung und tiefsitzenden Vorurteilen gegenüber Frauen geprägt.
Frauenunterdrückung ist stets in einem historischen Kontext zu sehen. Außerdem ist der asymmetrische Rahmen bei Vergleichen geschlechtsspezifischer Diskriminierung zu beachten. Während Frauen von männlich dominierten Institutionen und Männern unterdrückt oder angegriffen werden (Abtreibung als Strafbestand, sexualisierte Gewalt, Zuweisung von Reproduktionsarbeit) werden Männer von Männern umgebracht, vergewaltigt oder in den Krieg geschickt.
Werden Männer auf systemischer Ebene benachteiligt oder anders behandelt, indem sie zum Beispiel dazu gezwungen werden, den Militärdienst abzuleisten, sind es männerdominierte Institutionen, die diesen Zwang ausüben. Sie verfolgen die Idee einer wehrhaften, starken und expansiven Männlichkeit, die neben der Verteidigung des Nationalstaates immer auch den Zweck der Abgrenzung von Frauen zur Aufrechterhaltung der weiblichen Minderbewertung erfüllt.
„Die wichtigen Fortschritte in der Frauen-, Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik sind Ausdruck einer bloß ‚rhetorischen Modernisierung‘ […], solange die grundlegenden Asymmetrien in einer weiterhin geschlechterhierarchischen Gesellschaft geleugnet oder verschleiert werden. Ein männlicher Krisendiskurs, der diese Tatsache ignoriert oder essentialistisch umdeutet ist ein entkontextualisiertes, und damit scheinheiliges Gerede, mit dem ‚der‘ Mann larmoyant zum beklagenswerten Opfer der als ‚feminisiert‘ angeprangerten Verhältnisse stilisiert wird.“
(Rolf Pohl: „Männer – das benachteiligte Geschlecht?“)
Die patriarchale Dividende
Der Grund, warum wir auch heute noch vergeblich auf ein männliches Pendant zum Feminismus warten, ist, dass sich Männer aus dieser Abgrenzung von Frauen einen Vorteil verschaffen. Und auch wenn manche Frauen heute besser gebildet sind als jemals zuvor, heißt das noch lange nicht, dass sie dadurch über mehr Einkommen, Macht und Zufriedenheit als Männer verfügen. Und nur für den Fall der kompletten Ignoranz gegenüber der zivilen weiblichen Perspektive: Dass Frauen das Sorgerecht zuerkannt bekommen, hat mit der Tatsache zu tun, dass Männer nur in mickrigen und vorsintflutlichen zwei Prozent der Fälle länger als drei Monate in Karenz gehen. Es ist einer völligen partnerschaftlichen Ignoranz der Männer geschuldet, dass man Frauen gezwungenermaßen die Kinder überlassen muss, damit sich auch sicher jemand um sie sorgt.
„Es gibt keine menschengerechte Ausbeutung. Es gibt keine menschengerechte Männlichkeit.“
(Kim Posster: „Männlichkeit verraten“, 2023)
Gibt es noch Feministinnen?
Es gibt in etwa so viele Feministinnen, die sich nicht durch Reformen zufriedenstellen lassen wie es Anarchisten gibt, die auch die sexistische Herrschaft ablehnen. Das große Massensterben Ende der Siebziger Jahre haben einige Feministinnen überlebt, die Mehrheit der übrigen Frauen hat sich entweder assimiliert oder ist so desillusioniert, dass sie Tarnbezeichnungen – von der Philosophin bis zur Patriarchatskritikerin – wählen. Einerseits werden Frauen von der Beurteilung der statushöheren Männer und vom kapitalistischen Suchtsystem abhängig gemacht und verleugnen lieber ihre Ansichten, als Gefahr zu laufen, sich männer- oder systemkritisch zu betätigen. Andererseits ist der Lifestyle-Feminismus, der Sprachfeminismus und die queertheoretische Okkupation des Feminismus bzw. die Vermischung von Genderismus und Feminismus der Grund, warum vielen der Einsatz für feministische Ideen vergangen ist. Genderismus oder die Vervielfältigung von Geschlechtsidentitäten und ihre Sichtbarmachung hat nichts mit den Freiheitsbestrebungen einer feministischen Bewegung gemeinsam, die in der reproduktiven Differenz den Ursprung für die patriarchale Zuweisung von Sorgearbeiten an Frauen erkennt. Gleichzeitig ist die biologische Negation symptomatisch für eine körperfeindliche Gesellschaft, in der der Mensch durch Beschämung darauf trainiert wird, sich möglichst weit von seinem inneren Informationssystem abzuspalten und seine Gefühle und seinen Widerstand mit Süchten und Selbstgenügsamkeit auszulöschen.
„Etwas Seltsames geschah in der späteren Phase der zweiten Welle mit dem Feminismus. Anstatt sich auf die Rechte, Bedürfnisse und Interessen von Frauen als Klasse zu konzentrieren, beschäftigte sich der „Feminismus“ plötzlich mit allen möglichen anderen Themen, die nicht offensichtlich mit dem Frausein oder dem Frausein in einem bestimmten sozialen und kulturellen Kontext zu tun hatten.“
(Holly Lawford-Smith: „Gender-Critical Feminism“, 2022)
Warum sind wir nicht alle Humanisten?
Der Humanismus ist eine langweilige und nichtssagende, von reproduktiv unterforderten Männern erfundene, philosophische Geisteshaltung, die an die Entfaltung der männlichen Persönlichkeit glaubt und dabei höchstens gemäßigte Kritik an einem zu überbordendem christlichen Weltbild betreibt. Mit Religionskritik kaschiert der Humanismus seine sexistische Einstellung hinter einer mutmaßlichen Fortschrittlichkeit wie sie heute für die politische Linke symptomatisch ist. Ungleich dem Feminismus sind dem Humanismus wie jeder anderen Geisteshaltung, Politik oder Institution konkrete Ideen und Maßnahmen gegen Ungleichbehandlung maximal schnurz. Erasmus von Rotterdam, berühmtester Vertreter des Humanismus, war ein aufgeblasener Pfarrerssohn und Latein-Nerd, dem nicht in Traum eingefallen wäre, sich für die Demokratisierung seiner elitären Bildungsideale auch aktivistisch einzusetzen. Für ihn wie für alle Phallosophen bedeutete „homo“ nicht Mensch, sondern Mann.
„Wann werden die ‚großen‛ Geister von ihren Sockeln gestürzt, auf den Prüfstand gestellt und auf feministische und postkoloniale Tauglichkeit durchleuchtet? Wann werden nicht nur Nazis, sondern auch Rassisten und Frauenhasser als solche diskutiert, wann beschäftigen wir uns mit afrikanischen und indischen Philosophinnen?“
(Getraud Klemm: „Abschied vom Phallozän“, 2025)
Matriarchat statt Solidaritätsappelle
Die endgültige Durchsetzung des Patriarchats erfolgte mit der Einführung der Ehe und dem Ende der Matrilokalität vor rund 5000 Jahren. Nachdem Frauen ihre gewohnte Clan-Umgebung bei Eheschließung verlassen mussten, konnten sie nicht mehr mit der lebenslangen Unterstützung ihrer Gemeinschaft rechnen. Dass Frauen in ihren patriarchalen Inklusorien in die Isolation und Abhängigkeit getrieben werden und dort als affektlabile Serviertraktoren bis zu ihrem Caregiver Burnout dauerhochtourig dahinrotieren, sollte eigentlich reichen, Frauen in Zukunft nicht mehr mit realitätsfernen Solidaritätsanrufungen auf die Nerven zu gehen, sondern uns dazu veranlassen, die alten Matriclans in Form von Sorgezentren zu restituieren.
„‚Matriarchat‘” wird weder von mir noch von einer anderen Matriarchatsforscherin als die Umkehrung zu Patriarchat im Sinn von ‚Frauen/Mütterherrschaft‘ verstanden, obwohl dies notorisch-penetrant unterstellt wird. Im Gegensatz dazu sind matriarchale Gesellschaften grundsätzlich genderegalitär, bedürfnisorientiert, ausgleichend und werden durch Konsensbildung geführt.“
(Heide Göttner-Abendroth: „Die Göttin und ihr Heros“, 2011)
PARES INTER PARES
Weil sich unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsweise darin begründet, sukzessive Gemeinschaften auszurotten oder an ihrer Entstehung zu hindern, muss der Aufbau von Zugehörigkeitsorten allen sinnlosen Solidaritätsappellen vorausgehen. Ebenso ist eine Kapitulation vor der persönlichen Suchterkrankung der sozialen Anorexie, Kontaktabwehr und Selbstgenügsamkeit erforderlich sowie das stetige Herausbewegen aus dem ausbeuterischen Suchtsystem, das sich durch Akkumulationswahn und Einzelgängertum kennzeichnet. Solange die Frau emotional von Männern abhängig gemacht wird, steht auf individueller Ebene das Erkennen eigener Bedürfnisse, das Wiedererlernen der Sorge um sich selbst und die Genesung von Abhängigkeiten im Vordergrund, die nicht mit medizinischer Deutungsmacht, sondern aus einer wechselseitigen Hilfe von Erfahrungsexperten besteht.
„Es ist atemberaubend, mit welcher Todesverachtung das Thema des Kindergroßziehens in der radikalen Linken noch immer behandelt wird.“
(Heide Lutosch: „Kinderhaben“, 2023)
Lohn statt Respekt
Eine zentrales Merkmal der kapitalistischen Dysfunktion ist der Umstand, dass es Eltern verunmöglicht wird, sich unter menschenwürdigen Bedingungen und existenzgesichert um den Nachwuchs kümmern zu dürfen. Stattdessen verlangt das Erwerbssystem eine vollzeitliche Verfügbarkeit von ihnen. Ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass die unbezahlte Sorgearbeit von Frauen nicht als Sklavenarbeit angesehen wird, sondern als weibische Kaprize und persönliche Wahl, die problemlos und vermeintlich zur Gänze an andere delegiert werden kann. Anders kann die politische Hohlphrase des „Ausbaus der Betreuungsstätten“ nicht erklärt werden, deren permanentes Versprechen als einzige frauenpolitische Maßnahme in den Raum gestellt wird.
MULIER MULIERI LUPUS EST
Die marginalisierte Hausarbeit schafft eine ihr ähnelnde außerhäusliche Beschäftigungsbranche für Frauen und stellt transnationale Dienstmägde bereit, damit jede Mütter zusätzlich zu ihrer unbezahlten Sorgearbeit erwerbsarbeiten kann. Die zu respektierende Staatsbürgerin gebiert dem Saat Nachkommen, sorgt gratis für den Nachschub an Humankapital und zahlt durch ihre Zweitjobs Steuern. Gleichzeitig sorgt sie für Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor und für steurerzahlende Sorge-Dienstleisterinnen, was die Lohnspreizung und weitere Hierarchisierung von Frauen und die Unmöglichkeit ihrer Solidarisierung zementiert. Die Frau ist der Frau also nicht nur ein Wolf, sondern eine moralische Instanz, die uns immer daran erinnern soll, für Liebestätigkeiten keinen Lohn zu fordern und rund um die Uhr verfügbar zu sein.
„Wir gehen davon aus, dass alle Frauen Hausfrauen sind; sogar diejenigen, die außerhalb des Hauses arbeiten, bleiben Hausfrauen.“
(Mariarosa dalla Costa: „Die Frauen und der Umsturz der Gesellschaft“, 1972)
Auf der anderen Seite werden Frauen, die Geld für ihre unbezahlte Arbeit verlangen, auch von anderen Frauen bezichtigt, „Herdprämien“ oder „Almosen“ einzufordern, einem politisch rechts geprägten „Mutterkult“ zuzuarbeiten oder als Sozialschmarotzer dem System auf der Tasche zu liegen, weil sie sich lieber der Sorge um sich und andere widmen als ihre Gesundheit mit Überlastung, Schlafentzug, Suchtmitteln und anderen Bewältigungshelfern zu ruinieren.
„Das Thema der Arbeitsverweigerung ermöglichte es uns, eine drastische Verkürzung des Arbeitstages zu fordern. Er bot eine Alternative zu der Perspektive der institutionellen Linken mit ihrer Ideologie der Arbeit, welche Frauen einzig vorschlug, noch einer weiteren Arbeit zu der, die sie bereits zu Hause verrichteten, nachzugehen … Ihre finanzielle Unabhängigkeit [sollte] mit der wirtschaftlichen Anerkennung ihrer Hausarbeit beginnen.“
(Mariarosa dalla Costa, in: „Lohn für Hausarbeit“, 2022)
Feminismus als Gegengift zum kapitalistischen Patriarchat
Der Kapitalismus, der durch Anhäufung von Geld, Land und Eigentum einiger weniger Kapitalisten sehr viele Menschen in die Lohnabhängigkeit getrieben hat, ist die destruktive letzte Phase des Patriarchats. In der Entstehung des Kapitalismus wurden Frauen systematisch aus Machtpositionen gedrängt, von Tätigkeiten zum Lebenserhalt ausgeschlossen und dem Zustand der Nicht-Entlohnung zugeführt. Ihre Ausbeutung geht Hand in Hand mit der Ausbeutung der Natur.
„Patriarchat“ bezeichnet eine Gesellschaftsordnung, in der der Mann eine bevorzugte Stellung einnimmt und eine fundamentale Geschlechterhierarchie begründet, die dafür sorgt, dass seit den achtziger Jahren mehr weibliche Föten und Kinder getötet wurden als es seit Anbeginn der Menschheit Opfer in Kriegen gegeben hat. Solange „Mädchen“ als Schimpfwort genutzt wird, sind wir Lichtjahre von einer Gleichstellung entfernt. Solange wir Männer als Herren titulieren und Frauen als Schlampen bezeichnen, solange sollten wir uns allem Destruktiv-Patriarchalem inklusive der Betäubung durch Drogen und süchtigem Verhalten widersetzen, das uns zu einer Anpassung an das System verleiten könnte.
„Die Macht korrumpiert den Herrn ebenso wie den Sklaven und es ist egal, ob diese Macht von einem Autokraten, einem Parlament oder durch Räte ausgeübt wird. Die Macht einer Klasse ist verderblicher als die eines Diktators – die Tyrannei einer Mehrheit ist die schrecklichste.“
(Emma Goldman, in: „Anarchafeminismus“, 2000)
Redeverbote und „Analytische Konzepte“ zur Verwässerung der zentralen patriarchalen Problemlage
Frauen wie Männern ist es unangenehm, wenn das „Patriarchat“ oder „Phallozän“ für die Zerstörungskraft des nekrophilen Gewaltsystems zur Sprache kommt. Für letzteres wird der männerschonende Begriff „Anthropozän“ verwendet, auch wenn es eindeutig Phallokraten sind, die den Untergang der Menschheit besiegeln. Weil niemand an der Aufrechterhaltung patriarchaler Strukturen schuld sein möchte und die Opferpanik unter Frauen grassiert, ist es einfacher, das Problem durch Umformulierung zu entschärfen. Dazu zählen akademisch geprägte Begriffe wie „Heteronormativiät“, die Verschleierung durch ein Fremdwort, das niemand versteht und das Problem in der Heterosexualität sucht. Wenn von „männlichen Hegemonien“ anstatt vom Patriarchat die Rede ist, führt dies zu einer Bagatellisierung der Geschlechterhierarchie und der Tatsache, dass Frauen stets die minderbewertete Position einnehmen. Statt von der unbezahlten Arbeit der Hausfrau ist heute von „Care“ der Sorgetätigen und Pflegekräfte oder von der Lebenssorge die Rede, was die Trennung des privaten und öffentlichen Bereichs und die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung unkenntlich macht und das Problembewusstsein untergräbt.
„Ein Diskurs, der nicht ständig sprachlich versucht, die Realitäten zu verzerren, ist mehr als nur dringend notwendig.“
(Kristin Marleen, in: „Mein Huren-Manifest“ 2018)
In allen solchen Fällen sprechen ExpertInnen von der Wichtigkeit eines analytischen Konzepts. Anstatt Männer direkt zu adressieren ist von „Männlichkeiten“ die Rede, was der Verantwortungsverschiebung zuspielt, oder von „Feminismen“ zur Zersplitterung der Lösung. Um uns Fortschritt zu suggerieren, werden gerne auch positivere Umschreibungen wie eine „männerdominierte Gesellschaft“ oder Besänftigungstaktiken wie die explosionsartige Ausdehnung von Genderstudies aufgedrängt. Überall wo das Wort „traditionell“ oder „konservativ“ vorkommt, hieße es richtigerweise „patriarchal“ oder „sexistisch“. Noch verpönter als über das Patriarchat zu sprechen, ist es nur, das „Matriarchat“ als Lösung zu propagieren, das noch immer als Frauenherrschaft missinterpretiert wird. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Einwand schon jemals zu Ende gedacht wurde. Wie realistisch ist es, dass Frauen die physisch stärkeren Männer zu unterdrücken versuchten? Und warum sollten Frauen Männer kontrollieren, wenn sie nicht einmal in der Lage sind, unsere Nachkommen auf die Welt zu bringen?
„Die Gleichheit der Geschlechter ist die Hülle, mit der heute die Unterlegenheit der Frau getarnt wird.“
(Carla Lonzi: „Wir spucken auf Hegel“, 1970)
Mythos Emanzipation
Selbst nach Jahrhunderten der Entwicklungshilfe für Frauen, der Nachjustierung von Männlichkeit, der reflexiven Geschlechtsidentiäten und Diversitätsappelle, der Genderanalysen und einer symbolischen Anstrengung der Geschlechtergleichstellung sind Männer, die die paritätische Väterkarenz leben, oder Männer, die als Elementarpädagogen arbeiten, genauso selten zu finden wie ein Fluss, in dem man heutzutage noch unbeschadet baden kann. Noch schlimmer sieht es in den sexuellen und ästhetischen Sorgeleistungen aus. Die Frau seviciert den Mann und steht als Stimuluslieferantin zur Verfügung, während die Frau als Begehrende in der öffentlichen Sphäre nicht existiert. Dass Frauen heute zusätzlich zu ihrer Funktion als Brutkästen, Haushälterinnen und Männerpflegerinnen in vielen männlich konnotierten Berufe arbeiten dürfen oder in Berufen, die emotionale Arbeit, Sexualisierung und Multitasking erfordern ist nicht Emanzipation. Es ist eine patriarchale Charmeoffensive, die Frauen in neue Abhängigkeiten befördert und uns als Gipfel der Selbstbestimmung und Freiheit verkauft wird. Und selbstverständlich ist das Wichtigste an jedem Eintreten von Frauen in Männerdomänen entweder ihre Fuckability, ihre patriarchale Folgsamkeit oder ihr bescheidenes Verhalten, das sie für weitere Liebesdienste prädestiniert.
„Die Frau als selbstbestimmtes Wesen ist eine Fata Morgana.“
(Sandra Konrad: „Das beherrschte Geschlecht“, 2019)
Die Entpolitisierung der Frau
Frauen stellen selten Forderungen. Sie wünschen sich keine Arbeitsrechte für ihren innerhäuslichen Sorgedienst und biedern sich der männlichen Beurteilung an, weil ihr Begehren ausgelöscht wurde und sie vom Begehrtwerden der Männer abhängig gemacht werden. Sie unterwerfen sich dem männlichen Anforderungskatalog: sexy und manierlich aussehen, nicht zu viel Raum einnehmen und Arbeiten aus Liebe und zur Befriedigung des Mannes verrichten. Davon werden sie von klein auf konditioniert. Bis heute ist für Frauen nur die käufliche Position in Bordellen vorgesehen. Die Geschlechteropposition besteht aus männlicher sexueller Eroberung und weiblicher Hingabe und einer defensiven oder konsensuellen weiblichen Sexualität. Preisen sich queere Escortagenturen als inklusiv an (Stichwort: „by all genders for all genders“), bedeutet das noch lange nicht, dass Frauen dort auch Cis-Männern begegnen. Frauen werden mit einem eingeschränkten und entsexualisierten Angebot konfrontiert, das höchstens darauf ausgerichtet ist, sie nicht derart zu frigidisieren, dass sie zur Bedürfnisbefriedigung des Mannes untauglich werden. In meinen Radiosendungen Bordelle für Frauen begebe ich mich mit meinen Gästen auf die Suche nach dem öffentlichen Begehren der Frau und ermittle Antworten, wie die Frau aus ihrer versorgenden Rolle und ihrer Fuckability-Sozialisation entkommen könnte. In den Podcasts könnt ihr nachhören, warum die Sexarbeit von ihren asymmetrischen Geschlechterverhältnissen befreit werden muss.
„Wie das Patriarchat sucht der Süchtige als dessen Teil des Gesamtsystems die Lösung in der Zerstörung. Ob wir unsere ruinierte Umwelt mit Geo-Engineering zu „retten“ versuchen oder ob wir durch therapeutische Techniken ‚Heilung‘ von unserem destruktiven Lebensstil erwarten – wir tun alles, um nicht vor dem Patriarchat und unserer Machtlosigkeit darin kapitulieren zu müssen.“
(Pamina Normal)
STARK RAVING SOBER
Das kapitalistische Patriarchat ist ein Suchtsystem, das uns mit seinen Versprechen in den Untergang treibt.
„Falls nichts mehr geht, sauf‘ ich mich eben knülle.“ = Falls nichts mehr geht, können noch immer die Frauen, die Migranten und andere zu Sozialschmarotzern Degradierte die Drecksarbeit erledigen und wir holzen weiter den Regenwald ab. Irgendwann identifizieren wir uns mit dem dysfunktionalen System und sehen Unehrlichkeit, Gefühlsunterdrückung und Anspruchsdenken als normal an. Wir halten unseren isolierten, abgespaltenen Zustand für sicherer und erstrebenswerter als Zeit für Nähe und Fürsorglichkeit aufzuwenden. Mehr von dem verdrehten Denken, das uns von unserem wahren Bedürfnissen nach emotionaler Sicherheit und Zugehörigkeit trennt, habe ich unter Suchtprozesse gesammelt.
„Das Suchtsystem setzt auf Unehrlichkeit. Der Leitsatz heißt: Nur Verrückte sind ehrlich.“
(Anne Wilson Schaef: Im Zeitalter der Sucht, 1987)
Das geistesgestörte Denken des Suchtkranken sucht die Lösung in der Zerstörung und Verantwortungsabgabe. Das kapitalistische Patriarchat ist wie der Alkoholismus eine fortschreitende tödliche Erkrankung, die uns einredet gesund und bei klarem Verstand zu sein, nur um uns sehenden Auges in die Selbstzerstörung zu führen. Was die Anonymen Alkoholiker über den Alkohol schreiben („Er ist verschlagen, trügerisch, mächtig!“) ist umgelenkt auf das kapitalistische Patriarchat sein Vermögen, sich auf subtile Weise zu erneuern und den Menschen Impulse zu liefern, warum es notwendig ist, dass sie ständig mehr produzieren, konsumieren und sich als Leistungsträger optimieren.
„Folglich liegt es im Interesse der Gesellschaft, für Dinge zu werben, die ‚die Spannung beseitigen‘, die uns dazu bringen, uns mit unserem ‚Fix‘ zu beschäftigen, und die uns kaum spürbar ‚betäuben‘ und zu Zombies werden lassen.“
(Anne Wilson Schaef, Diane Fassel: „Suchtsystem Arbeit“, 1994)
Männeraktivierung statt Entwicklungshilfe für Frauen
Die Rape Culture resultiert aus der geschlechtlichen Hierarchie und transnationalen Arbeitsteilung, die Frauen, nicht-weißen oder als arbeits- und nutzlos angefeindeten Menschen unentlohnte oder schlecht bezahlte Arbeit zuweist. Die Polarisierung von Leistungsträgern und Sozialschmarotzern untergräbt das solidarische Potenzial der Menschen und spielt sie gegeneinander aus. Die Lösung aus den asymmetrischen Verhältnissen und der kapitalistischen Zerstörung ist nicht die Auslagerung von Sorgearbeit an billige Haushaltssklaven oder das devote Crap-Fitting der Frau an phallokratische Strukturen, sondern die verpflichtende Einbindung der Männer in weibliche Sorgerealitäten und die Schulung der Liebesqualitäten des Mannes für die Frau. Außerdem muss die medizinische und beraterische Symptombekämpfung dem Aufbau antihierarchischer Sorgegemeinschaften weichen. In meinem Manifest zur Abschaffung der Frau setzte ich die rhetorische Auslöschung der Frau wie sie sich im „Inklusiven Feminismus“ mit der Geschlechtsneutralisierung etabliert hat, die Verweigerung von unbezahlter Sorgearbeit und das Ende der Männerbeschwichtigung, Männerschonung und Männeranbetung entgegen.
„Oft haben Co-Abhängige ein geringes Selbstwertgefühl, deshalb finden sie ihre Bestimmung darin, sich für andere unentbehrlich zu machen. Koste es, was es wolle, sie tun alles, um gemocht zu werden. Und so steigert sich ihre Fürsorglichkeit nicht selten bis hin zur Arbeitssucht. Sie stürzen sich in ihre Arbeit (besonders wenn sie Helferberufe ausüben) und vergessen sich selbst.“
(Anne Wilson Schaef: „Im Zeitalter der Sucht“, 1987)
DENIAL IS NOT A RIVER IN EGYPT


Leistungsideologie und Arbeitssucht
Die Co-Abhängigkeit von allen zu angepasster Weiblichkeit und an männlichen Interessen orientierten Menschen hält das dysfunktionale System am Laufen. Menschen, denen schon frühzeitig antrainiert wurde, dass sie wertlos sind, wenn sie nicht leisten oder sich optimieren, wollen vor allem eines: gebraucht zu werden. Sie werden abhängig von den Problemen anderer Menschen, was ihnen den Weg zu ihrer eigenen Genesung versperrt, während die von ihnen Bemutterten in die Hilflosigkeit und eine fortschreitende Verschlechterung ihres Zustands getrieben werden. Männer brauchen nie erwachsen zu werden, solange Frauen sie als Geiseln für die Befriedigung ihres maroden Selbstwerts benutzen. Die Ideologisierung der Lohnarbeit bleibt dabei stets die unhinterfragte Norm für die Emanzipation mit dem männlichen Universellen. Damit nicht mehr Arbeitssucht, sondern prosoziales Verhalten belohnt wird, muss sich die Produktion für den Warenmarkt der Reproduktion des Sozialen unterordnen. Nur die Institutionalisierung des männlichen Familienbetreuers kann das Erwerbsarbeitsprimat eindämmen, die Erwerbsarbeitsbelastung reduzieren und die häusliche Gewalt und geschlechtsspezifische Erziehung beenden.
„Auch Lenin polterte in dem Interview, das er Clara Zetkin gab, gegen die ‚kleinliche, eintönige, kraft- und zeitzersplitternde und verzehrende Arbeit im Einzelhaushalt‛, an welcher die Frauen verkümmerten, so ‚dass ihr Geist dabei eng und matt, ihr Herzschlag träge, ihr Wille schwach wird‛. So wenig sich diese Kritik der Hausarbeit abweisen lässt, so erstaunlich ist doch andersrum, dass im Kontrast dazu die Lohnarbeit, zumal die diszipliniert-militarisierte, in solch glänzendem Licht, als abwechslungsreich und befreiend erscheint.“
(Bini Adamczak: „Beziehungsweise Revolution“, 2023)
Das Peter-Pan-Syndrom des Mannes
Jedes Gespräch mit einem Mann ergibt, dass er in diffuser Art und Weise unter dem Patriarchat leidet und sich nicht verstanden fühlt. Aber anstatt dass sich Männer bemühen, ihren ambivalenten Zustand aufzulösen und sich dem feministischen Kampf anzuschließen, versinken sie in Selbstmitleid über ihre patriarchale Rolle darin oder warten auf die Bereitstellung geeigneter Rahmenbedingungen für eine Transformation. Die meisten Opfer von Gewalttaten in der Öffentlichkeit sind Männer. Aber auch im Kontext von häuslicher Gewalt holen Männer als Betroffene auf. Deswegen ist es umso erstaunlicher, dass es noch immer kein männliches Pendant zum Feminismus gibt. Der Gewinn, den sich Männer aus ihrer Höherpositionierung und der Abgrenzung von Frauen verschaffen ist trotz allem größer, als die Nachteile, die Männer aus der stereotypen Geschlechterrolle des „starken und wehrhaften Mannes“ ziehen. Darüber hinaus dürfen Männer natürlich alles sein und dürfen alles tun, es sei denn etwas ist bereits weiblich konnotiert und stellt ihre hochgelobte Männlichkeit infrage.
„Männer [sind] von der Frage angetrieben, wie sie noch Männer sein können, obwohl es feministische Kritik gibt, statt sich zu fragen, wie sie an feministischer Kritik und Bewegung teilhaben und diese unterstützen können, obwohl sie Männer sind …
Nach dem Ausbruch der Aggression, folgt ein jammerndes In-Sich-Zusammenfallen, das manchmal sogar zur Folge hat, dass Frauen jene Männer trösten müssen, die sie kurz zuvor noch angegriffen haben.“
(Kim Posster, „Männlichkeit verraten!“, 2023)
Frauen, die Männer erziehen
Also muss letztendlich auch die Frau dafür sorgen, dass sich der Mann aus seiner reproduktiven Unterforderung emanzipiert, sein selbstschädigendes Verhalten aufgibt und sich zu einer partnerschaftlichen Beziehung zu bekennen beginnt. Für die Krise der patriarchalen Männlichkeit suchen Frauen in vorauseilendem Gehorsam nach geeigneteren Männlichkeitskonstrukten in Form von „Healthy“, „Critical“ oder „Caring Masculinities“ und einem zum Himmel schreienden Optimismus, der uns weismachen will, dass sich mit ein wenig Nachhilfe männliche Weiblichkeitsabwehr, Paternal Underperforming, Veränderungsresistenz und die Gewaltherrschaft in Wohlgefallen auflösen werde. Mit diesem co-abhängigen Kreisen um die Probleme von Männern, werden diese in ihrer Passivität fixiert, die es ihnen zeitlebens verunmöglicht, ihre misogyne Sturheit aufzugeben und Verantwortung für ihre Ignoranz gegenüber weiblichen Realitäten zu übernehmen.
„Es gibt nicht wenige Beziehungen, in denen die Frauen immer wieder hochengagiert versuchen, dem Mann das anstrengende Leben, in das sie gemeinsam geraten sind, irgendwie schmackhaft zu machen … Sie hat ihn schon zum Spazierengehen und zum Kinderkriegen überredet, da will sie ihm jetzt nicht auch noch mit dem dreckigen Bad kommen.“
(Heide Lutosch: „Kinderhaben“, 2023)
SEXISM SELLS


Fuckability ist Opium für die Frau
Frauen sind heute weniger vom Geld der Männer abhängig, aber dafür umso mehr von ihrer Aufmerksamkeit und Bewunderung. Dabei redet ihnen die süchtige Verleugnung ein, sie hätten keine Gefallsucht und wären anders als andere Frauen und nicht vom Cinderella-Komplex befallen. Die soziale Währung, mit der sich Frauen ihre Anerkennung und Ehrbarkeit erkaufen, ist ihre Tauglichkeit, Männern mit unbezahlten Liebesdiensten zu gefallen. Frauen können nur über das vom Christentum eingeführte Martyrium Gleichstellung mit Männern erlangen. Erst wenn sie ununterbrochen für andere da sind und zusätzlich emotionale und ästhetische Arbeit leisten, damit sich andere gut fühlen, werden sie nicht als Schlampen klassifiziert, die Männern etwas schulden. Am Ende stehen sie überlastet und erschöpft da, nur damit sie respektiert werden und ihnen irgendjemand gönnerhaft die Tür aufhält oder ihnen mit anderen chevaleresken Gesten auf die Eier geht.
„Sowohl die Sexualisierung als auch die Unterwerfung der Frau wird als der Gipfel ihrer Selbstbestimmung verkauft. Obwohl Frauen heute zwar mehr Spielraum zur Selbstinszenierung haben als zuvor, haben sich die Bilder von Weiblichkeit nicht grundlegend weiterentwickelt, sie wurden lediglich um männliche Anforderungen ergänzt.“
(Sandra Konrad: „Das beherrschte Geschlecht“, 2018)
Your body, our choice
In jeder Bushaltestelle befriedigen Anzeigen beinahe nackter Frauen, Models in spitzenverbrämten Oberteilen, opulentem Brustgeschirr und straffen Nylon-Riemen den männlichen Blick. Dabei wird die asymmetrische Präsentation von Nacktheit mit Appellen an eine schuldbefreite Sexyness garniert, die nicht der Erotisierung geschlechterbezogener Ungleichheiten geschuldet sein soll, sondern dem unbeeinflussten Wunsch jeder Frau nach der Zurschaustellung ihrer Körperoptimierung. Mit den pseudofeministischen Anrufungen an ihren Selbstwert und dessen Verschmelzung mit ihrer Fuckbality durchbricht die prostitutive Indoktrination der Frau die Schallmauer an Doppelstandards.
„Sexy, not sorry“ eines bekannten Wäscheherstellers steht dabei für das Bekenntnis zur freiwilligen Selbstsexualisierung, aus dem Frauen ihren Wert beziehen sollen, um Wohlbefinden für sich selbst zu finden. „Your styles, your rules“ eines anderen Lingerie-Vermarkters verdreht die Tatsache, dass es die Regeln des Patriarchats sind nach denen Frauenkörper als Stimuluslieferanten für Männer inszeniert werden und Selbstvertrauen für Frauen nur in Kombination mit einer Sexyness zu haben ist, die sich an den Vorlieben männlicher Betrachter orientiert.
„Die größte Angst der patriarchalen Herrschaft: die unabhängige Frau, die selbst die Geburtenregelung durchführt.“
(Katja Grach: „MILF-Mädchenrechnung“, 2018)
Für mehr Rabenmütter, steife Nippel, übellaunige Xanthippen und Männer in Bikinis
Wo ist die Revolte? Wo ist der Widerstand? Wo ist die Arbeitsverweigerung, wo der globale Sorgestreik? Wo sind die egalitären Gemeinschaften, die uns gegen staatliche Kontrolle, Machtdemonstrationen und Verarmung solidarisieren?
Wir brauchen Wechselseitigkeit, soziale Teilhabe und die Abschaffung der Deutungshochheit!
Wann rebellieren Frauen gegen Kleidervorschriften, Sklavenschufterei, ästhetische Arbeit und den Herrendienst?
Für alle, die die Schnauze voll haben von der sexistischen Kultur, von männlichen Standards, der Kontrolle auf die weibliche Reproduktion, von „Sexism Sells“, herrschaftlicher Ignoranz und der Infantilisierung der Frau: Haut drauf und zerstört, was euch abhängig macht! Helft mit, die patriarchalen Senkgruben zu leeren! Es wird Zeit für die nächsten Tomatenwürfe! Hier könnt ihr dazu betragen, dass das „Andersrum“ der Geschlechterasymmetrien ans Tageslicht befördert wird.
„Sexuelles Begehren [wird] also als etwas angesehen, dass die Frau auslöst, und nicht als etwas, das sie selbst empfindet.“
(Miriam Strube: „Subjekte des Begehrens“, 2009)
ET PORCI SUNT


Schweine brauchen Stroh! – (Die Zeit drängt) = Frauen brauchen Geld!
Diese Botschaften des Vereins gegen Tierfabriken können auf die dringend notwendige feministische Forderung umgemünzt werden, Frauen künftig fair zu bezahlen, um die gewaltverursachende Geschlechterhierarchie auszumerzen. Egal, ob Herdprämie oder Almosen oder wie auch immer die elitären Verstummungstaktiken einiger wohlsituierter Frauen dazu lauten: Hauptsache nicht arm sein, keiner Gewalt mehr ausgesetzt sein und vom Zwang zur Annahme schlecht bezahlter Zusatzjobs befreit werden! Auch darüber ist mehr unter den Tomatenwürfen zu lesen.
Finde auf den folgenden Seiten auch gerne noch heraus:
- warum Menschen immer wieder in den Suchtprozess eintauchen und sich Freiheit von der Fremdbestimmung durch Konsumismus, Drogen und Selbstoptimierung erhoffen
- die Geisteskrankheit Patriarchat uns mit ihren Versprechungen verführt und uns von unserer Fuckability abhängig macht, sodass wir immer mehr Zusatzdienste für das System erbringen
- das Matriarchat logischerweise keine Frauenherrschaft sein kann, sondern eine antipatriarchale Anarchie mit dem Fokus auf Sorgebeziehungen
- die persönliche Genesung von der Gefall- und Bestätigungssucht uns aus co-abhängigen Prozessen führt
- Männer als Stimuluslieferanten unser Begehren bedienen sollen, damit wir so potent und rebellisch werden wie die Hexen vor der Einführung des Kapitalismus.
„Liebe kann in einer Gesellschaft, die auf Geld und sinnloser Arbeit fundiert ist, nicht gedeihen: diese erfordert völlige ökonomische und persönliche Freiheit, Freizeit und die Möglichkeit, sich intensiv mit emotional befriedigenden Aktivitäten zu beschäftigen, die, wenn man sie mit Menschen teilt, die man respektiert, zu tiefer Freundschaft führen. Unsere ‚Gesellschaft‛ bietet praktisch keine Möglichkeit, sich solchen Aktivitäten zu widmen.“
(Valerie Solanas: „SCUM Manifesto“, 1967)
Aus der Vereinzelung ins Kollektiv
Frauen wollen Aufmerksamkeit und das Ende ihrer Care-Käfige und Pflegeghettos. Sie möchten mit anderen Sorgetätigen Kontakte knüpfen und wie Männer für ihre Arbeit bezahlt werden, denen man nie vorwerfen würde, ihren Status als Bauarbeiter oder Mechaniker mit einem Lohn zu institutionalisieren. Die Hausfrauenrolle ist längst institutionalisiert, nur fällt das aufgrund einer subtilen terminologischen Verschleierung niemandem mehr auf. Wir feministischen Bastarde verlangen nach der totalen ökonomischen und politischen Umstrukturierung fern jeder weiblichen Bringschuld! Ende der Sonntagsreden, aus mit Gehorsamkeit, Kuchen, Keksen, vertrottelten Kaffeekreationen, Schluss mit dem Gelaber der egogekränkten Feministiker, dem Schwanzgelutsche der Pop-Femistinchen. Her mit Geld, Zeit, Raum und Sex! Dem faltenfreien Fairness-Feminismus genug:
J’ACCUSE!
Würden wir die Arbeit der Männer auch für nicht entlohnungswürdig halten? Würden wir Männer vor den Toiletten versauern lassen? Würden wir sie verstümmeln? Würden wir sie beschämen, entwürdigen, chemisch kastrieren und ihnen die letzten Körperhaare ausreißen? Würden wir Lickjobs und Orgasmen von ihnen erwarten, jedes Mal, wenn sie sich auf Sex mit uns einließen? Würden wir sie in Miederhosen schnüren, damit ihre Testikel nicht baumeln? Würden wir beleidigt sein, wenn sie die Wahrheit ans Licht brächten? Würden wir sie zur Befruchtung zwingen, zur Betreuung unserer Kinder, zu all dem?
Würden wir Männer auch nicht für ihre Sorgearbeit bezahlen?
Entlohnen wir Frauen, damit ihre Fürsorgetätigkeiten auch für Männer attraktiv werden! Vergüten wir Frauen, damit sie unabhängig werden und sie selbst entscheiden können, ob und welche Erwerbsarbeiten sie zusätzlich erbringen möchten!
Nicht die Bezahlung von Almosen ist das Problem, sondern die Skandalisierung der Frauenbezahlung, die jede Gleichberechtigungsversuche in den Kreis schickt und uns mit den immer gleichen Killerphrasen, Entschuldigungen und Zukunftsversprechen an der Nase herum führt. Seid laut und unbequem, stellt Ansprüche und skandiert Forderungen!
Haut Ochsenherzen auf die Köpfe brettvernagelter Chauvinisten, Pomodorini gegen die Herzen verbiesterter Men Pleaser, kippt Polpa in die Schwimmbecken der Systemerhalter! Schickt eure Empörung, Fotos, Sprüche und brennheißen Analysen!
Macht mit bei den Tomatenwürfen!
Hoffnung besteht, wenn Frauen zur sexuellen Erregung nicht mehr auf Schwulenpornos angewiesen sind und ohne Hurenausweis einen Sauna- oder Wellnessclub besuchen dürfen. Bis dahin sind wir unversöhnlich dagegen.

